die kontrollierte Paarung - der königliche Akt

Wer züchten will, der muss kontrollieren, wer sich mit wem paart. Bei den meisten Nutztieren ist das sehr einfach. Es sind eben domestizierte Tiere und man bringt die richtigen Beiden eben zusammen. Die Honigbiene macht es uns da nicht so einfach. Die Weisel, Bienenkönigin, lässt sich nur im Flug von einem Drohn begatten.

Es gibt sogenannte Drohnensammelplätze. Das sind meist abgelegene Plätze in der Landschaft an denen sich im Frühsommer Drohnen versammeln. Etwa 15 bis 30 Meter über dem Boden drehen sie ihre Kreise und warten auf ihre Majestät die junge Königin. Königinnen suchen diese Plätze auf und lassen sich dort begatten. Meist kommen sie an mehreren Tagen und paaren sich mit mehreren Drohnen.

Für eine gezielte Zucht braucht man jetzt kontrollierte Bedingungen. Dazu wählt man geografisch abgelegene Orte wie das Hochgebirge oder Inseln. Imkervereine oder Bieneninstitute bringen ihre Drohnenvölker an diese Orte, an denen

keine anderen Bienen gehalten werden. Dies sind ausgewählte Belegstellen. Alle Drohnenvölker, die an den Belegstellen stehen, sind vorher gekört worden.

Belegstelle auf Baltrum
Belegstelle auf Baltrum
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