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Gemüll - Durchsicht der Bodeneinlage

Gemüll: 6. März 2014
Gemüll: 6. März 2014

Bei den meisten Magazin-Beuten lässt sich unten ein Boden einschieben. Dieses Bodenbrett kann aus Holz, Hartfaser oder Kunststoff bestehen. Es wird als Bodenbrett, Diagnoseschieber, Gemüll-Windel oder Bodeneinlage bezeichnet.

Meist schiebt man diese Bodeneinlage für 3 bis 5 Tage ein. Anschließend schaut man das Gemüll, das was von den Waben heruntergefallen ist, durch. Es lassen sich viele Rückschlüsse auf den Zustand des Volkes und auf mögliche Parasiten und Räuber treffen. Vorteil der Methode ist, dass man die Beute dazu nicht öffnen muss. Das Bienenvolk wird nicht gestört.

Wichtig ist, dass oberhalb der Bodeneinlage ein Gitter in der Beute vorhanden ist. Dann fällt das Material durch und kann nicht von den Bienen entsorgt werden. Ebenso wichtig ist, dass man eine Bodeneinlage nur einige Tage in der Beute belässt. Ameisen und andere Insekten lernen sehr schnell, dass hier etwas zu holen ist und verfälschen damit das Ergebnis.

Gemüll: 07. Januar 2014
Gemüll: 07. Januar 2014

Frühjahrsdiagnose

Eine zentrale Frage zu Beginn des Jahres ist, wann die Bienen beginnen zu brüten. Hier zu eignet sich die Methode der Gemülldiagnose besonders gut, da man die Beute bei noch kalter Witterung nicht öffnen muss. Sind Tage und Nächte noch kalt und die Beuten womöglich noch eingeschneit, dann lohnt sich die Diagnose nicht. Gibt es erste sonnige Tage oder ist die Witterung insgesamt mild, dann lohnt sich das Einschieben der Bodeneinlage und eine erste Durchsicht des Gemülls.

Findet man farblose Wachsplättchen, so kann man davon ausgehen das Brut vorhanden ist. Es gibt aktive Baubienen im Volk, die Wachs produzieren, um Brutzellen zu deckeln. Findet man zusätzlich kleine, braune Wachskrümel meist noch mit feinen faserigen Anhaftungen (Lupe!), so sind bereits Arbeiterinnen geschlüpft. Die Wachskrümel entstanden beim Aufnagen der Wachsdeckel. Die Faser stammen vom Kokon, den die Streckmade gesponnen hat.

Gemüll: 27. März 2014
Gemüll: 27. März 2014

Brutgeschäft Ende März

Ende März haben bei uns in allen Regionen die Völker mit der Brut begonnen. Ein Blick auf die Bodeneinlage kann etwas über die Aktivität unserer Bienen und die Lage des Brutnestes verraten. Ist es noch zu kalt für einen direkten Blick ins Volk, so erlaubt das Gemüll eine gute Abschätzung der Situation.

Am Gemüll kann man erkennen, wie groß das Brutnest ist. Sie können erkennen, ob bereits Arbeiterinnen schlüpfen, wenn Sie in größerem Umfang Wachsreste finden. Diese stammen vom Aufnagen der Wachsdeckel. Weiße, fast durchscheinende Krümel sind ein Anzeichen für Verbrauch von Winterfutter. Das Volk hat noch Futter.

Gemüll: 4. September 2013
Gemüll: 4. September 2013

Herbstdiagnose

Wird es im Herbst zu kalt für einen Blick ins Volk, so kann man die Bodeneinlage ebenfalls nutzen. Sie können erkennen, ob noch Brut vorhanden ist und wie groß das Brutnest ist.

Manchmal findet man auch Teile toter Bienen auf der Bodeneinlage. Dann gab es Eindringlinge. Meist fehlen die Bruststücke (Thorax) mit den eiweißreichen Flugmuskeln. Wespen inklusive der Hornissen brauchen Eiweiß zur Aufzucht Ihrer Brut. Sie dringen in Bienenvölker ein, töten Bienen und schneiden gezielt den Thorax zur Versorgung ihrer Brut aus.

Im Herbst brüten Wespen nicht mehr. Die Wespenvölker haben sich aufgelöst und die Königinnen suchen sich ein Winterquartier. Im Herbst und Winter sind Teile toter Bienen die Spur von Spitzmäusen. Spitzmäuse gehören nicht zu den Mäusen, sondern gehören zur Ordnung der Insektenfresser. Wenn die Bienen die Wintertraube gebildet haben, können die Spitzmäuse leicht durch das dann unbewachte Flugloch eindringen.

Gemüll: Wachsmotten-Larven
Gemüll: Wachsmotten-Larven

Parasiten - Varroa-Kontrolle

Auf der Bodeneinlage entdeckt man mitunter auch Parasiten oder deren Spuren. Zu den Parasiten gehören die Larven der Großen und Kleinen Wachsmotte. Entweder man findet den Kot der Larven oder man findet die Larve selbst oder deren Gespinst.

Vielleicht finden Sie auch mal eine Bienenlaus. Die Bienenlaus ist selten und harmlos. In Zukunft treffen Sie hier vielleicht auf den kleinen Beutenkäfer und seine Made.

Anhand der Varroamilben im Gemüll kann man den Befall mit der Milbe abschätzen. Details dazu finden Sie auf der Seite zur Varroabehandlung.

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